m52b25 323i e36 turbo "low" budget.

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Moderator: Grimmjar

mr10
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m52b25 323i e36 turbo "low" budget.

Beitrag von mr10 » Fr 17. Okt 2014, 19:13

hallo!

ich hab hier schon sehr viel mitgelesen und mich jetzt schlussendlich angemeldet weil doch noch ein paar fragen offen sind.

zuerst was über mich, ich bin 21 jahre alt, fahre seit 4 jahren e36 und zwischen dem auto und mir besteht eine gewisse hassliebe. es gibt eigentlich kein teil am ganzen e36 das ich noch nicht in den händen hatte. pleuellager S50, zylinderkopf bearbeiten und überholen m50, etliche kupplungen und späße, inklusive übersetzungsänderung bzw umbau auf sperre am diff. bin kfzetti und studier grade seit neuestem fahrzeugtechnik in dresden, kommen tu ich aus der nähe von ulm.

was ich möchte: einen EINGETRAGENEN turbomotor auf basis des vorhandenen 323. welche leistung schlussendlich ich fahre und wie sich diese von der eingetragenen unterscheidet ist mir wurst, da ich vor habe, mit zwei kennfeldern zu fahren, bzw zumindest alltagstauglich zu bleiben.

was ich habe: einen 98er 323i, fast ohne rost, seit kurzem leider mit massivem heckschaden (rahmen noch gerade), M50 ansaugbrücke (unaufgeschnitten), straight pipes mit 200 zeller KAT und KDFI auf alpha N, E46 330i Bremsanlage vorne, in den semesterferien eine grube, ein fable für autos und knapp 7000 euro.


der plan:

airworks s200sx (oder doch lieber s300?) oder holset HX40 (oder 35?)
stauladekrümmer (kompatibel mit twinscrolladern?) oder schmiedmann fächer umschweißen lassen (was kostet sowas?)
FRAGLICH: internes oder externes wastegate?
auspuffanlage eigenbau, schweißen lassen (oder ist M3 billiger?)
komme evtl an eine shcmiedmann anlage vom 523i, ratsam? inkl. eines intakten und eines kaputten metallkats, ich schätze 200 zeller.

zuerst alles an den serienmotor, so wenig kosten wie möglich, so wenig druck wie möglich.
0,1-0,2 bar, falls möglich fahren, serienstg anbauen, probieren, ob es klar kommt.
hoffen, dass ich einen netten prüfstandsbesitzer mit AU gerät finde, checken, ob EURO2 norm einhaltbar ist.

wenn nicht machbar oder billiger, abstimmen lassen auf euro2 (was kostet sowas?)

eintragen lassen.


und erst wenn das geklappt hat, wirds interessant, bis 0,5 bar würde ich alles serie fahren. hab in nem buch (von '96^^) gelesen, dass pro 0,23 bar im niedrigen ladedruckbereich die effektive verdichtung um ca 1 steigt, wäre dann ne verdichtung von über 12,5. ist das mit ner AFR von ca 13 (bei ladedruck) fahrbar?
gleich auf grauguss umbauen? verdichtungserniedrigung?


bis wie weit machens die serieneinspritzdüsen mit, welche sind zu empfehlen, di ausm schaper shop oder reichen, wie ich gelesen hab die c20let düsen z.b.?


was ich eigentlich von euch wissen will,

ist es generell machbar, mit meinem budget erst mal ca 300-350 PS zu fahren, bzw ist vor allem die eintragung von, sagen wir 230 PS oder so möglich? (stichwort abgasgutachten... -.-)

ist es sinnvoller, bzw billiger, direkt auf v8 umzusteigen? oder kompressor?
was ich gelesen habe (website der dekra) ab 20% leistungssteigerung ist ein abgasgutachten notwendig. was, wenn ich nen kompressor fahr und auf 200 ps komme? geht das dann ohne abgasgutachten?

was muss ich bei den steuerzeiten beachten, bzgl überschneidung etc. der M50 bietet einen relativ großen einstellbereich z.b., ich denke dass auch der M52 mit langlöchern in den kettenrädern ausgestattet ist. lassen sich da auch abgastechnisch vorteile erzielen?



mfg,

martin

mr10
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Re: m52b25 323i e36 turbo "low" budget.

Beitrag von mr10 » Sa 18. Okt 2014, 15:05

hätte mal ne kostenliste "minimum" also nur zur erstellung des gutachtens, bei ca 0,15 bar. (war das niedrigste was ich als wastegate gefunden hab, macht das sinn oder doch lieber gleich auf ~0,3 bar. sinn von 0,15 bar ist, dass ich hoffe, dass das serien stg das mit lmm packt und die euro2 norm packt, dann bleibt mir das abgestimme auf emissionen erspart, das trau ich mir nämlich echt nicht zu.)

Schwungrad mit druckplatte M3 3,2 200€
sinterpad (alltagstauglich?) 200€

s200sx 620€
krümmer (vorerst ebay/noname) 150€
wastegate 250€
ölleitungen 150€
auspuff mit allem (200 metallkat bereits vorhanden,geschätzt) 520€
zündkerzen 80€
schlüche/rohre 250€


sind ca 2500 euro. plus abgasgutachten (ich rechne vorsichtshalber mit 2mal..., je 1200 euro), geräuschmessung (alles was geht an schalldämpfern rein, danach klappe.250€) sonstiges (200€) = 2850 euro


gesamt macht das dann mit buffer von 500 euro teilen und 150 euro eintragung 6000 euro.

dann hab ich noch tausend um den druck rauf zu schrauben.


reale rechnung oder wunschdenken?

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Re: m52b25 323i e36 turbo "low" budget.

Beitrag von schaper » Mi 22. Okt 2014, 15:07

das Abgasgutachten auf Euro2 wirst du mit einem Turbo nicht bestehen. Das garantiere ich dir. Auch nicht mal mit Serien-ECU, von KDFI ganz zu schweigen (das ist ganz unmöglich, da hier die Lambdaregelung nicht mal ansatzweise ausreicht).
Euro1 wird mit einem Sekundärluftsystem evtl. möglich. Rechne mal aber 3-4 Versuche. Ich spreche aus Erfahrung
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Re: m52b25 323i e36 turbo "low" budget.

Beitrag von dmanets » Mi 22. Okt 2014, 19:19

Komme ebenfalls aus Ulm und plane ein low Budget Turbo ca.280 PS um einen Vergleich zu meinem M zu haben.
Können uns gerne mal treffen zum Austausch, gruß :geek:

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Re: m52b25 323i e36 turbo "low" budget.

Beitrag von mr10 » Mi 22. Okt 2014, 20:30

der deutsche staat geht mir auf sack, echt...

also doch vergaserauto kaufen und das auf turbo umrüsten udn airbags gleich mit nachrüsten?
oder v8 und anschließend scharfe nocken und damit die umwelt zurotzen? wär immerhin legal... -.-

wie machen das dann alle, die mit straßenzugelassenen turbos fahren?

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Re: m52b25 323i e36 turbo "low" budget.

Beitrag von mr10 » Mi 22. Okt 2014, 20:37

ist das bestehen des abgasgutachtens denn ohne ladedruck möglich? dann hab ich halt vergessen die welle in den turbo zu bauen...

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Re: m52b25 323i e36 turbo "low" budget.

Beitrag von dmanets » Do 23. Okt 2014, 07:40

Es gibt mittel und Wege das Abgasgutachten positiv zu beeinflussen mit einem Mapping welches extra zu diesem Zweck verwendet wird. Quantensprünge werden damit allerdings nicht erreicht.

Wenn dein Turbo nicht läuft wirst du ohne Map Sensor vermutlich keinen Meter fahren.

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Re: m52b25 323i e36 turbo "low" budget.

Beitrag von mr10 » Do 23. Okt 2014, 09:13

Jaaaa moment! Dass man mit einem standfesten turbomapping das gutachgen nicht besteht ist mir durchaus klar! Ich werde das mapping auch nur zum gutachten fahren jnd danach sowieso den druck erhöhen. Wie sieht das denn bei verwendung des schaper turbokits aus? Eintragung möglich? Kosten?
S ohne welle war auch eher scherzhaft gemeint, mit serienmotor das guzachten machen zu lassen... ;)

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Re: m52b25 323i e36 turbo "low" budget.

Beitrag von schaper » Do 23. Okt 2014, 09:19

Es geht nicht nur um das Mapping, sondern auch um Nachbehandlung der Abgase. Wir haben mit den Turbos das Problem, dass der Katalysator nicht schnell genug auf Betriebstemperatur kommt, somit versauen die ersten Minuten das Gesamtergebnis. So sind wir schon 4 mal mit einem m20 turbo durchgefallen. Keine Chance den Konvertierungsgrad zu erhöhen, ohne ein Sekundärluftsystem oder elektrisch beheizbaren Kat.
Sekundärluftsystem könnte man mit einem freiprogrammierbaren SG realisieren, aber damit bekommst du die Lambdaregelung nicht penibel genug hin. Kleinste Abweichung ruiniert dir das Bestehen.
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Re: m52b25 323i e36 turbo "low" budget.

Beitrag von mr10 » Do 23. Okt 2014, 10:01

Sekundärluftsystem hat doch der m52 von haus aus oder?
Für dein turbokit solltest du doch bereits vergleichsgutachten haben, ist also ne eintragung bei dir im hause möglich?

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